Kälterekord
in der Antarktis
&
Sensationell neues von den Ozeanen
Der
Weg zum Verstehen was Klima ist und wie es funktioniert
ist noch weit.
Hier
präsentiert am 25. April 2008
FRANKFURTER
ALLGEMEINE ZEITUNG:
„Kälterekord lässt Eisdecke in
der Antarktis wachsen“, berichtete die FAZ.net am 21.
April 2008. Die
Tiefsee am Südpol sei nach jahrelanger Erwärmung
wieder kälter geworden hätte das Alfred-Wegener-Institut
für Polar- und Meeresforschung (AWI) als Ergebnis einer
Expedition von Februar bis April 2008 mit
dem des Forschungsschiffes „Polarstern“ mitgeteilt.
(Foto: FN 1)
Die Erkaltung bewege sich im
Hundertstel-Grad-Bereich. Gleichzeitig wäre es zu der höchsten
Ausdehnung der Eisdecke im antarktischen Sommer seit
Aufzeichnungsbeginn gekommen. Die Forscher
waren von dem Ergebnis überrascht. Sie seien davon
ausgegangen, dass die Erwärmung, die ansonsten
festzustellen sei, sich bis in die Tiefsee fortsetze,
sagte der Expeditionsleiter; „Nun stellt sich die
Frage, ist das ein momentaner Einbruch oder eine
dauerhafte Trendänderung“.
KOMMENTAR: Es verwundert schon, dass das
AWI verwundert ist über die Abkühlung der
antarktischen Tiefenwasser um im
Hunderstel-Grad-Bereich, denn die Ozeane haben nur eine
Durchschnittstemperatur von ca. 4 Grad Celsius und man
muss daher immer mit Änderungen rechnen, ohne das man
dies (ohne ein riesiges permanentes Messsystem) je wird
vorhersagen können. Änderungen des Meerwassers im
Hundertstel-Grad-Bereich und atmosphärischer Kälterekord,
passt das mit einer „durch den Menschen
verursachten“ globalen Erwärmung zusammen?
DIE
WELT
berichtete über „Das Rätsel der gestreiften
Meere“, in ihrer Ausgabe vom 24. April 2008 Seite 31
siehe die beigefügte Grafik (FN 2). Unglaublich,
dass es nie aufgefallen ist: Jeder Ozean auf dem Planet
ist von Streifen durchzogen die sich bis zum mehreren
100 Meter Tiefe erstrecken. Wie sich die Streifen ins
Geflecht von Wetter, Klima und Meeresleben einfügt? Das
wissen die Forscher noch nicht. (Weitere Auszüge vom
DIE WELT Text, FN 3, und New Scientist Press Office, FN
4).
KOMMENTAR:
Diese Entdeckung ist möglicherweise das herausragernste
Klimaforschungsergebnis der letzten 10 Jahre.
Jedenfalls sind Zweifel angebracht wenn behautet wird:
Das man die Energiebilanz der Erde und die Physik des
Treibhauseffekts, und zwar seit dem 19. Jahrhundert,
verstehe. Dafür sind die Ozeane zu
groß und komplex.
FN
1: Alfred-Wegener-Institut, http://www.awi.de/de/
FN
2: UNI Hawaii, http://www.soest.hawaii.edu/
unter
NEWS: Mysterious currents in our oceans:
http://www.soest.hawaii.edu/soest_web/images/Maximenko_Uga_eqrec_1000px.jpg
FN
3: Auszug aus: DIE WELT. net, 24. April 2008, 04:00 Uhr,
Das Rätsel der gestreiften Meere
Welche Kraft diese Strömungen verursacht? Ein
Rätsel. Forscher des Scripps Institute for Oceanography
in San Diego und der Universität Hawaii haben Daten von
mehr als 10 000 Bojen gesammelt. Die Bänder sind knapp
150 Kilometer breit und reichen bis in Hunderte Meter
Tiefe.
__
Niiler recalls his reaction: “My God, we’ve never
seen these before.”
__ Sure enough, they recorded currents flowing in
opposite directions at around 40 metres per hour (Geophysical
Research Letters, DOI: 10.1029/2008GL033267).
This is slower than most previously known ocean currents,
which may explain why the striped flows have remained
undiscovered until now. “Only a very lazy canoeist
would notice the effect,” says Maximenko.
__ What causes the striped flows remains a puzzle.
“They are a fascinating new aspect to the ocean’s
circulation, but the jury is still out on the mechanisms
leading to their formation,” says Geoff Vallis of the
Geophysical Fluid Dynamics Laboratory at Princeton
University.